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Blog zum Sonntag | Sinnkrise

Der Tag hat 24 Stunden, die Woche sieben Tage.

Doch je mehr Zeit verstreicht, desto weniger scheine ich zu haben.

Nicht im Sinne der Endlichkeit allen Seins. Das natürlich auch.

Vielmehr rinnt mir die Zeit durch die Finger, ohne die Möglichkeit sie aufzufangen, zu nutzen, produktiv zu sein.

Texte schreiben lag mir noch nie. Vor allem wenn sie für die “Öffentlichkeit” bestimmt waren. Inzwischen zieht sich das Schreiben endlos in die Länge. Egal was, eine Email, ein Blogeintrag, eine “Hi, ich bin’s. Wir habe uns auf Veranstaltung XY kennengelernt!”-Nachricht.

Die Zeit, die ich mit Selbstzweifel und Angst vor den Reaktionen verplemper, mit Aufschieben und Ablenken, fehlt, um das zu tun, was mir eigentlich Spaß macht: Kreativ sein, basteln, fädeln, nähen.

~ – ~
Andererseits: Wozu?

Aufmerksamkeit und Lob anderer?

Das bekommt man nicht ohne Präsentieren.

Da sind wir wieder beim Schreiben.

Die Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt.

Meine Hoffnung ist schon lange, dass alles wieder gut wird, wenn ich nur mal ordentlich ausspanne, mir Zeit nur für mich nehme, tue was ich möchte, ohne Sinn und Zweck.

~ – ~

Aber woher die Zeit nehmen?

Irgendetwas muss dafür weichen.

Der Hessencourrier?
Der Steampunk?
Der Blog?
Die Rollenspielabende?

Bei nüchterner Betrachtung verliert der Blog.

Er macht nur Scherereien und ich bekomme kaum etwas zurück.

Würde überhaupt jemandem auffallen, wenn er weg wäre?

~ – ~

Was heißt das jetzt?
Ich werde versuchen einen zweiwöchigen Rhythmus zu halten. Das heißt auch ich werde verstärkt auf lange Sicht Posts planen. Dann haben wir hier tatsächlich eine gewisse Zeitunschärfe.
Wenn das mal nicht funktioniert, dann funktioniert es eben nicht und dann gibt es eben nur einen Post im Monat, oder eben mal gar keinen.
Damit wisst ihr erstmal Bescheid.
Bis demnächst!
Eure Zedena