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Rückblick 2018

Das Jahr begann mit einem Kranken Kater und den Schuldgefühlen, den Tumor zu spät erkannt zu haben. Als es dem Kater endlich besser ging, wurde ich auf Arbeit wirklich schlimm gemobbt, regelrecht demontiert, dass ich alles hinschmeißen wollte. Das fiel dummerweise auch gerade in die Umstellungsphase zwischen zwei Antidepressiva – die leider beide nicht wirklich halfen. Dann folgten Meinungsverschiedenheiten im Verein – ein Punkt, der immer noch nicht ausgestanden ist.

Im Mai/Juni ging es für mich immer weiter bergab. Mein Psychiater war nicht zu erreichen, die Medikamente wirkten nicht und bei der Psychotherapie kamen wir auch nicht vom Fleck. Ich hab mich immer weiter in Aufgaben – berufliche wie selbstauferlegte – hineingesteigert. Selbst im Urlaub hatte ich ein festes Programm, von dem ich einfach nicht ablassen konnte.

An Juli und August habe ich irgendwie keine Erinnerungen mehr. Entweder ich habe gearbeitet oder vor mich hinvegetiert. Genauso der September.

Anfang Oktober war ich dann gesundheitlich – psychisch wie physisch – ganz unten angelangt. Eine üble Erkältung ging über in dumpfe Lethargie,

Während ich so lethargisch durch’s Internet scrollte stolperte ich zufällig auf ein paar Artikel (die ich leider nicht mehr finde), die dem ganzen eine Wende geben sollten. Seit dem geht es in winzigen Schritten aufwärts, begleitet von gelegentlichen Totalausfällen.

Angeregt durch die Artikel habe ich um eine Veränderung bei der Psychotherapie gebeten – etwas weg vom Tiefenpsychologischen mehr hin zur Verhaltenstherapie. Nach etlichen Anläufen und mit Hilfe meines Freundes kam dann endlich mal ein Termin beim Psychiater zustande und ich kriege endlich wieder Medikamente, die auch was bringen.

Die Medikamente lindern die Erstarrung, die mich in den letzten Monaten befallen hat, und helfen, dass ich endlich wieder Dinge erledigt kriege. In der Therapie lerne ich gleichzeitig, wie ich mich dabei nicht selbst verfeuere.

Allerdings habe ich in diesen Monaten der Abwärtsspirale die Verbindung zu meiner Kreativität verloren. In dem Kampf zumindest meiner beruflichen Verpflichtungen gerecht zu werden, ist mein Selbst einfach zu kurz gekommen. Ich hatte noch nie eine gute Verbindung zu meinen Gefühlen, aber momentan sind sie wirklich ganz weit weg.

Diese Verbindung wieder oder überhaupt aufzubauen wird die Aufgabe für nächstes Jahr sein. Wo es dabei hingeht, kann ich nicht sagen. Also macht euch darauf gefasst, dass es hier wenig zu lesen geben wird oder auch mal etwas andere Themen als zuvor. Ein Beispiel sind die Photographien, die ich ja schon angesprochen habe. Aber versprechen kann und werde ich nichts.